Ausstellung

750 Jahre Kloster Maria Stern

2008 feierten die Franziskanerinnen des Klosters Maria Stern ihr 750-jähriges Bestehen in Augsburg.
Aus diesem Anlass zeigten die Sternschwestern erstmals kostbare Zeugnisse aus ihrer Geschichte.

Als sich im Jahre 1258 zwei fromme Augsburger Bürgerstöchter für ein gottgefälliges Leben in ihrem „Zum Stern“ genannten Haus entschieden, konnte niemand ahnen, dass die Gemeinschaft bis auf den heutigen Tag bestehen würde.

Die Gemeinschaft stellte sich früh unter die geistliche Leitung der Barfüßer. Zur Zeit der Reformation, im Dreißigjährigen Krieg und während der Säkularisation
zeigte sich die enge Verflechtung der Klostergeschichte mit den Geschicken der Stadt Augsburg besonders deutlich. Immer
wieder unternahm die bis zu 22 Frauen zählende Gemeinschaft Neuanfänge, wovon zahlreiche Dokumente, Goldschmiede- und Textilarbeiten erzählen.

Charismatische Frauen formten die Gemeinschaft, unter ihnen Prisca Mayerin, Anna Krölin, Salesia Ellersdorfer und
Josefine Lederer. Anna Krölin ließ die Klosterkirche erbauen (1576), deren Zwiebeltürmchen von Jonas Holl stammt.

Ab 1855 entstanden über 150 Filialen in Deutschland, weitere in Brasilien und Mosambik. Die Schwestern waren maßgeblich an der Entwicklung einer hochwertigen Mädchenbildung, von Krankenhäusern und ambulanter Krankenpflege, Kindergärten, Horten und Heimen in Bayern beteiligt.

Heute leben und wirken 300 Schwestern in Augsburg, in den Filialen Bayerns sowie in Brasilien und Mosambik.

Die Ausstellung war vom 14. März bis 1. Mai 2008 im
Zeughaus in Augsburg zu sehen.

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1 Geschichte des Klosters

Urkunden aus dem Archiv des Klosters und historisch wertvolle Zeugnisse aus Klosterbesitz erzählen die Geschichte von Maria Stern.

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2 Liturgie

Für den Gottesdienst war Franziskus nichts zu kostbar. Wertvolle Kelche, Monstranzen und Messgewänder dienen der würdigen Feier der Liturgie.

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3 Filialen

Im 19. und 20. Jh. wurden mehr als 150 Filialen des Klosters v.a. in den ärmeren ländlichen Gebieten Bayerns, aber auch an
sozialen Brennpunkten der Städte gegründet.

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4 Kirche und Kloster

Über die Jahrhunderte hat sich die äußere und innere Gestalt des Klosters verändert. Von der Entwicklung der Architektur gaben Pläne und Bilder eine Vorstellung.

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5 Franziskanische Spiritualität

bedeutet ein Leben in und aus der Nähe Gottes in enger Bindung an die Kirche, an der Seite der Armen, im Einsatz für Frieden
und Gerechtigkeit, in Ehrfurcht vor der Schöpfung.

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6 Meditationsraum

Vor dem Kreuz von San Damiano erfuhr Franziskus seine Berufung. Der Raum der Stille lädt ein, am franziskanischen Gebet teilzunehmen und Kraft zu schöpfen.

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7 Tätigkeiten einst und heute

Das Ordensleben sieht sich heute vor neue Aufgaben gestellt. Immer gilt jedoch der Grundsatz, dass das »Sein« Vorrang hat
vor dem »Machen«.

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8 Mission

1938 gingen mutige Schwestern nach Brasilien und gründeten dort Schulen und caritative Einrichtungen. Seit 10 Jahren arbeiten Sternschwestern auch in Mosambik.

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9 Gemeinschaft heute

Schwestern geben Antwort auf Fragen nach ihrer Motivation für den Eintritt in eine Ordensgemeinschaft, ihr Leben nach den Gelübden und ihre Sicht der Zukunft.

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10 Künstlerinnen des Sternklosters

Kreatives Schaffen, Zeichnen, Malen, Weben oder Kalligraphie ist Bewunderung, Lob und Dank für den Schöpfer.