Konzept der Ausstellung

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Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten wurde die Ausstellung „750 Jahre Kloster Maria Stern“ am 13. März 2008 um 19.00 Uhr in der Toskanischen Säulenhalle im Zeughaus in Augsburg eröffnet. Veranstalter war das Kloster Maria Stern.
In 10 Ausstellungsstationen wurde ein umfassender Überblick zur Geschichte der Franziskanerinnen von Maria Stern, von den Anfängen bis heute, gegeben.

Ein Meditationsraum mitten in der Ausstellung sowie ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm luden die Besucher ein, auch die Tiefe franziskanischer Spiritualität mitzuerleben.

Die 10 Ausstellungsstationen waren gegliedert in Geschichte des Klosters (1), Liturgie (2), Filialen des Klosters (3), Kirche und Kloster (4), Franziskanische Spiritualität (5), Meditationsraum (6), Tätigkeiten einst und heute (7), Mission (8), Gemeinschaft heute (9), Künstlerinnen im Kloster (10).

Das Konzept wurde unter der Leitung der Kunsthistorikerin Dr. Carmen Roll von den Sternschwestern selbst entwickelt, wodurch die Ausstellung einen ganz besonderen, authentischen Charakter erhielt. Die Schwestern standen zudem während der ganzen Ausstellungsdauer als Ansprechpartnerinnen und für Führungen bereit, sie gaben spirituelle Impulse und Anleitung zum kreativen Arbeiten. In der vorösterlichen Zeit lag ein Schwerpunkt auf den Osterbräuchen des Klosters.

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Urkunden, Dokumente und Siegel zeigten die enge Verflechtung der Klostergeschichte mit den Geschicken der Stadt Augsburg, die in der Zeit der Reformation, im Dreißigjährigen Krieg und während der Säkularisation besonders deutlich wurde. Herausragende Kunstwerke wie der kostbar gefasste Finger der hl. Elisabeth, die große Monstranz von Thaddäus Lang oder die vom Bombenhagel geschundene Holzskulptur der hl. Klara ließen erahnen, welche Schätze das Kloster einst beherbergte.

Neben dem Meditationsraum, in dem die Besucher verweilen und auch Kraft tanken konnten, gab es eine Hörstation. Hier waren Gesänge aus acht Jahrhunderten zu hören, die Sr. Cäcilia eigens zusammengestellt und mit einem Schwesternchor neu aufgenommen hatte.
In Interviews beantworteten fünf Schwestern Fragen nach ihrer Motivation ins Kloster einzutreten, ihrer konkreten Aufgabe in der Gemeinschaft, ihrer Einstellung zu den Gelübden oder auch nach ihren Zukunftswünschen.

Mehrere Installationen ließen Geschichte lebendig werden: Schaufensterpuppen trugen die verschiedenen Trachten der vergangenen Jahrhunderte, eine Klosterzelle und ein gedeckter Tisch vermittelten Eindrücke vom Leben im Kloster.

Charismatische Frauen, unter ihnen Prisca Mayerin (1484-1576), Anna Krölin (15438-1589), Salesia Ellersdorfer (1812-1888) oder Josefine Lederer (1886-1944), formten die Gemeinschaft gerade in Zeiten des Umbruchs. Anna Krölin gab dem Haus in der Sterngasse mit dem Bau der Klosterkirche (1574-76) von Johannes Holl und dem schlanken Zwiebeltürmchen von Jonas Holl sein charakteristisches Aussehen. Pläne und Fotografien zeigten die Entwicklung der Architektur.

Eine Fülle von Fotografien rief die vielen Filialen, die seit 1855 in ganz Bayern entstanden waren, in Erinnerung. Die Sternschwestern waren maßgeblich an der Entwicklung einer fortschrittlichen Mädchenbildung beteiligt, sie setzten sich in Krankenhäusern und als ambulante Krankenschwestern, in Kindergärten, Horten und Heimen in ganz Bayern gerade für die Schwächsten ein.

Seit 1938 wirken sie in Brasilien, seit 1998 auch in Mosambik. Fotos und Gegenstände des Alltags illustrierten die Geschichte der Mission. Dabei wurden die Schwierigkeiten, denen sich die Schwestern heute gegenüber sehen, nicht ausgespart.

Eine Ausstellungsstation widmete sich den künstlerischen Begabungen unter den Schwestern, die gezielt gefördert wurden, so dass sich individuelle Künstlerpersönlichkeiten herausbilden konnten. Kreatives Schaffen, Zeichnen, Malen, Handarbeit, Weben oder Kalligraphie verstanden sich stets als Bewunderung, Lob und Dank für den Schöpfer aller Dinge.

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Für die Ausstellung hatten die Schwestern ihr Archiv geöffnet und wertvolle Objekte aus Klosterbesitz zusammengetragen. Die frühesten erhaltenen Zeugnisse, Kaufurkunden von 1308 und 1314, belegen eindrucksvoll, dass die Gemeinschaft heute am gleichen Ort lebt, wo im Jahre 1258 zwei leibliche Schwestern aus Augsburg die „Sammung zum Stern“ gegründet hatten. Der Stern, der für Jesus Christus, das Licht der Völker und der ganzen Welt, steht, ist zum Erkennungszeichen der Schwestern geworden. Deshalb tragen sie einen Ring mit dem Stern. Für das Jubiläumsjahr wurde als Logo ein neuer, dynamischer Stern entworfen.