Eröffnung der Ausstellung

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Eine große Schar von Schwestern und viele Ehrengäste aus Kirche, Politik, Wirtschaft und Kultur hatten sich am Donnerstagabend, dem 13. März 2008, in der Toskanischen Säulenhalle im Zeughaus eingefunden, um die Eröffnung der Jubiläumsausstellung „750 Jahre Kloster Maria Stern“ mitzufeiern. Umrahmt wurde die Vernissage vom Kammerorchester des Gymnasiums Maria Stern Augsburg-Göggingen unter der Leitung von Wolfgang Scherer mit Musik von Komponisten aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Generaloberin Sr. M. Theophila wies in ihrer Begrüßungsrede mit einem kurzen Abriss der Geschichte darauf hin, dass ein Beweggrund für die Ausstellung im Zeughaus war, viele Besucher an der wechselvollen Geschichte des Klosters teilhaben zu lassen und vielleicht auch klischeehafte Vorstellungen von Kloster heute zu korrigieren. Sie dankte allen, die die Ausstellung durch finanzielle Beiträge oder Leihgaben ermöglicht hatten, besonders aber lobte sie das große Engagement der Projektleiterin Frau Dr. Carmen Roll und des Ausstellungsgestalters Herrn Florian Raff. Für den Verlauf der Ausstellung äußerte sie den Wunsch: „Den Glaubenden sei sie ein Zeugnis für den Weg, den Gott mit unserer Gemeinschaft gegangen ist.“

Der Schirmherr der Ausstellung, Regierungspräsident Ludwig Schmid, betonte, dass es ihm ein Anliegen sei, den Schwestern neben den Glückwünschen der Regierung und des Freistaates seine ganz persönlichen Wünsche zu übermitteln. Er dankte der Gemeinschaft von Maria Stern, aber auch einzelnen Schwestern, mit denen ihn persönliche Begegnungen verbinden, für die engagierte Vermittlung christlicher Werte in Schule, Kindergarten und sonstigen sozialen Einrichtungen in Deutschland und in der Mission und wünschte für die Zukunft Gottes Segen.

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Oberbürgermeister Dr. Paul Wengert überbrachte die Grüße der Stadt Augsburg. Er freute sich über die gute Nachbarschaft von Kloster und Stadt und hob die besonderen Verdienste von Schwestern in der Geschichte hervor wie Anna Krölin (Bau der Sternkirche) und Salesia Ellersdorfer (Filialgründungen), wies aber auch auf die Leistungen der Schwestern im Bereich Kunst, Musik und sozialem Engagement hin und wünschte den Besuchern viele inspirierende Gedanken beim Gang durch die Ausstellung.

Ordensreferent Prälat Dr. Bertram Meier begann sein Grußwort mit dem Rat: „Ihr sollt euch nicht nur einer glanzvollen Vergangenheit erinnern, sondern auf den Geist hören, der Sie in die Zukunft führen will.“ Neben den kostbaren Exponaten der Ausstellung, so meinte er, seien die noch kostbareren Exponate die lebendigen Schwestern, die das Zeughaus, früher Waffenarsenal und Feuerwache, zu einem Ort des Geistes machten. Mit ihren Waffen der Liebe sollten die Schwestern in ihrem Alltag Feuerwache an sozialen Brennpunkten sein. Er wünschte dem Kloster Maria Stern viele junge Frauen, „die den Stern zum Leuchten bringen.“

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Die Projektleiterin Dr. Carmen Roll erinnerte daran, dass in das Ausstellungskonzept ganz bewusst die Schwestern mit einbezogen wurden, wobei es manchmal „ganz heiß zur Sache ging.“ Die Ausstellung sollte nicht nur eine Präsentation von Schaustücken sein, sondern z. B. in einem zentralen Meditationsraum die franziskanische Spiritualität durch Angebote von Gebetszeiten erfahrbar machen, verschiedene Möglichkeiten bieten, sich kreativ zu betätigen, in Hörstationen Gesänge des Schwesternchors anzuhören oder sich in einer Videostation mit der Motivation zum Klostereintritt einzelner Schwestern auseinanderzusetzen.

Am Ende der Eröffnungsfeier war klar: Es lohnt sich in jedem Fall, sich die Ausstellung anzusehen!

(Fotos: Christina Bleier)