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Präsentation der Festschrift
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Es war ein Termin, der lange hatte auf sich warten lassen: Die Präsentation der zweibändigen Festschrift „Von Gottes Stern geführt". Aber nun, am 10. Juni 2008, war es soweit und Generaloberin Sr. M. Theophila Kilgenstein konnte stolz Autoren und geladenen Gästen ein fast 700-seitiges Werk überreichen.
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Sr. M. Beda ging in ihrem Grußwort auf den Werdegang der Festschrift ein, der bereits vor 10 Jahren begonnen hatte, doch nicht immer die geplante Richtung nahm. „Nichts hat uns bei der Vorbereitung des Jubiläums nur annähernd so beschäftigt wie die Festschrift“, meinte sie, nachdem sie vorher die vorausgegangenen Höhepunkte Eröffnung des Jubiläumsjahres, Ausstellung und Jubiläumsfest erwähnt hatte. Sie dankte allen Mitwirkenden an diesem ansehnlichen Werk und lobte das Engagement der Autoren. Vor allem hob sie die Bereitschaft des Kunsthistorikers Dr. Christoph Bellot hervor, der „erst kurz vor Torschluss“ einen Beitrag zur Standortgeschichte von Kloster und Kirche bearbeitete und sich um die Geschichte der Filialen annahm. Als ähnlichen Glücksfall bezeichnete sie, dass der Wirtschaftshistoriker Dr. Peter Geffcken einen Beitrag „Zur frühen Haustradition von Maria Stern“ leistete.
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Der Bistumshistoriker Professor Dr. Manfred Weitlauff ging in seinem Vortrag der Frage nach, welchen Sinn geschichtliches Forschen und Reflektieren hat und machte am Beispiel des heiligen Franziskus klar: „Wenn die minderen Brüder … ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit ihm nicht aufgezeichnet und ihre Aufzeichnungen nicht vor der angeordneten Vernichtung gerettet hätten, wäre die Überlieferung über sein Leben, Wirken und Wollen sehr beschränkt, um nicht zu sagen: schemenhaft.“ Er verwies auf die mittelalterlichen Klöster als Kultur- und Bildungszentren und ihre berühmten Bibliotheken. Mit den Worten Adolf Harnacks, der meint, dass der letzte Zweck geschichtlicher Arbeit sei, die Vergangenheit abzustoßen, wo sie hemmend in die Gegenwart hineinreicht, in der Gegenwart das Richtige zu tun und die Zukunft umsichtig vorzubereiten, schlug er den Bogen zum Anlass des Abends und stellte die Frage: „Und welchen anderen Zweck als gerade diesem sollte eine Festschrift dienen, die aus Anlass des 750-jährigen Bestehens einer aus kleiner Zelle erwachsenen Frauengemeinschaft … vorbereitet wurde und uns in dieser festlichen Stunde präsentiert wird!“
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Dr. Christoph Bellot wies darauf hin, dass ein Jubiläum Anlass sei, über die Geschichte „nachzudenken und auch nachdenken zu lassen“, den Blick kritisch nach vorne zu richten und zurück, wobei „erstaunliche Dinge zutage gekommen“ seien. So habe Dr. Geffcken die Namen der Gründerinnen ausfindig machen können, die mit einiger Wahrscheinlichkeit Hedwig und Gerwirg hießen. In seiner Vorstellung der Festschrift, die in zwei Bänden über Geschichte und Gegenwart und Kunst und Kultur berichtet, skizzierte er kurz die einzelnen Artikel. „Schließlich endet das Ganze in Musik“ meinte er mit Hinweis auf den Artikel von Sr. M. Cäcilia im 2. Band und fuhr weiter: „Dass Sternfeste mit viel Musik begangen werden, erleben wir seit Monaten.“
Natürlich wurde auch diese Feierstunde umrahmt mit Musik, diesmal mit Harfe und Querflöte der Geschwister Alessandra und Madeleine Hollmann.
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Dr. Gernot Müller, Lektor des Finkverlags meinte, dass die zweibändige Festschrift „weit über das hinausgeht, was ursprünglich geplant war.“ Es sei für ihn u. a. immer eine besondere Freude gewesen, wenn ihm Sr. M. Theophila erzählte, dass wieder eine neue Erkenntnis gewonnen wurde oder bestätigt werden konnte, was schon lange bekannt war. Er dankte den Schwestern und allen Autorinnen und Autoren und schloss mit dem Wunsch für die Gemeinschaft von Maria Stern, dass sie mit den Erfahrungen aus 750 Jahren in die Zukunft gehen möge.
Mit kurzen Dankesworten von Verleger Josef Fink schloss sich der Kreis der Redner diese Feierstunde.
Mit einer Begegnung und einem kleinen Umtrunk und Imbiss klang der Abend aus.
Die Festschrift "Von Gottes Stern geführt" ist im Mutterhaus Maria Stern und im Buchhandel erhältlich.
Weitere Infos: siehe Festjahr - Festschrift
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