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Es gab wieder ein reichhaltiges und buntes Programm zum Franziskustag im Jubiläumsjahr 2008. Jung und Alt war geladen, mit den Schwestern von Maria Stern 750 Jahre Klostergeschichte zu durchleben oder sich einfach mit einem kleinen Stück des Lebensweges heute zu beschäftigen.
Sr. M. Ambrosia entführte die Zuhörer in ihrem Vortrag in die Geschichte von Maria Stern, die sie anhand von drei Frauen, die sich von Gottes Stern geführt wussten, veranschaulichte.
Die 1258 gegründete „Sammung zum Stern“ verband sie mit Klara von Assisi (1194-1253), die ähnlich wie die ersten Frauen vom Stern ein „Leben in Buße“ in ihrem Elternhaus begann, bevor sie sich Franziskus und seinen Brüdern anschloss und dann in San Damiano mit später bis zu 50 Schwestern lebte.
Für die Phase nach der Annahme der franziskanischen Regel 1315 stellte sie den Besuchern die Pförtnerin Prisca Mayerin (1484 -1576) als herausragende Gestalt vor Augen. In ihr habe der Glaube, der aus der die Regel des Dritten Ordens spricht, so die Referentin, Gestalt angenommen. In der Klosterchronik wird mehrfach von ihr als der starken Stütze der Sammung während der wechselvollen und unruhigen Zeit der Reformation gesprochen. Die Schwestern verehren Prisca, weil sie überzeugt sind, „dass ihre Standhaftigkeit und Glaubenstreue maßgeblich dazu beigetragen hat, die Gemeinschaft im katholischen Glauben und der durch Franziskus und Klara inspirierten Lebensform des Dritten Franziskanischen Ordens zu bewahren,“ meinte Sr. M. Ambrosia.
Als dritte Persönlichkeit in der Klostergeschichte stellte Sr. M. Ambrosia die erste Generaloberin von Maria Stern vor: Sr. M. Salesia Ellersdorfer, die das Kloster Maria Stern in die apostolisch-tätige Phase führte. Sie, die Tochter einer französischen Gräfin und eines bayerischen Beamten, konnte durch ihre Tatkraft und Weitsicht umsetzen, was durch das Dekret Ludwigs I. von den Schwestern als Auftrag aufgegriffen wurde: Arbeit in Schulen, Pflege von Kranken, Alten und Behinderten, Betreuung von Kindern und Jugendlichen. Die Gemeinschaft wuchs so rasch, dass sie 1888 beim Tod von Sr. M. Salesia 474 Schwestern und 65 Filialen zählte.
Als „roter Faden“ war die spürbare Führung Gottes in der Geschichte von Maria Stern zu erkennen, der auch eine weitere Phase folgen könne, so Sr. M. Ambrosia. Sie schloss: „Das Fundament dafür ist unser Glaube und unsere beständige Bereitschaft zur Umkehr.“
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Für die Kinder gab es gleichzeitig „Weggeschichten“ mit Sr. M. Imelda und danach konnten sie mit Sr. M. Dominka Kerzen verzieren oder sich mit Sr. M. Gudelia mit Franziskus und seinem Gewand beschäftigen.
Verschiedenste Angebote machten den Besuchern die Wahl nicht leicht. Sollte man mit Sr. M. Theophila in der Festschrift schnuppern, mit der Taugruppe das Sternlabyrinth begehen, mit Sr. M. Johanna an den Amazonas reisen, mit Sr. M. Claudiana seinen eigenen Lebensweg bedenken, mit Sr. M. Ambrosia eine Kirchenführung mitmachen, mit Sr. M. Silvana an einer Hausführung teilnehmen oder mit der Liturgiegruppe den Gottesdienst vorbereiten?
Vor der abschließenden Eucharistiefeier gab es noch die Möglichkeit, mit Sr. M. Fatima unter dem Thema „Geh' unter der Gnade“ den Lebensweg von Franziskus nachzugehen oder mit Sr. M. Regina „Sternstunden“ zu erleben.
Höhepunkt und Abschluss des Tages war der Gottesdienst mit Pater Siegbert, der mit einer Statio im Kreuzgang begann. Die Kinder hatten dafür zusammen mit einigen Erwachsenen Szenen mit Gedanken zum Sonnengesang vorbereitet. In der Kirche beeindruckte besonders die Inszenierung der Evangelienstelle vom reichen Jüngling, der, nachdem er „traurig weggegangen war“, weil Jesus die Weggabe seines ganzen Besitzes von ihm forderte, wieder zurück kam, mit dem Herrn haderte, weil er den liebevollen Blick des Herrn nicht vergessen konnte und sich endlich der Führung des Herrn ganz anvertraute. Beim Gabengang brachten u. a. die Kinder ihre selbst gefertigten Werke zum Altar. Auch das Zeugnis dreier Teilnehmer über eine Phase ihres Lebens, da sie sich in besonderer Weise vom Herrn geführt wussten, hinterließ einen tiefen Eindruck.
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