Konzert für Flöte und GitarreAm 3. Adventsonntag wurde die Reihe der Konzerte, die Stefan Barcsay mit einem Gitarrenkonzert im Januar des Jubiläumsjahres 2008 eröffnet hatte, abgeschlossen. Dieses Mal spielten Mathias Dittmann (Querflöte) und Stefan Barcsay (Gitarre) südamerikanische Musik. Das Konzert in der Sternkirche begann allerdings klassisch mit dem Präludium und der Sarabande aus der Suite BWV 997 von Johann Sebastian Bach, denn der brasilianische Komponist Heitor Villa-Lobos (1887-1959) war ein großer Verehrer von Bach. Er nannte seine Komposition „Bachianas Brasilieras Nr. 5“, in der er Bachs Polyphonie mit der musikalischen Folklore seiner Heimat zu vereinen verstand. Wie nahe sich beide Komponisten standen, konnten die zahlreichen Zuhörer im Vergleich mit dem anschließenden Werk Bachs „Bourée Anglaise“ (BWV 1013) erkennen. Auf dem Programm standen auch Werke des Puertoricaners Ernesto Cordero (geb. 1946), des Kubaners Leo Brouwer (geb. 1939) und der argentinischen Komponisten Maximo Diego Pujol (geb. 1959) und Astor Piazolla (1921-1992). Barcsay und Dittmann beherrschten ihre Instrumente meisterhaft. Sowohl auf der Gitarre als auch auf der Querflöte erfreuten die Musiker das Publikum mit brillanten Läufen und entlockten ihren Instrumenten sowohl strahlende Töne als auch sanfte Melodien. Manchmal konnten die Zuhörer einer Tonfolge meditativ nachspüren, manchmal wurden sie durch einen „fetzigen“ Schluss überrascht. Die Begeisterung der Zuschauer dokumentierte sich in einem lang anhaltenden Applaus, den das Duo mit drei Zugaben belohnte. ![]() |

