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„Franziskanische Veranstaltungen sind in diesem Jahr bestimmt vom Jubiläum 800 Jahre Franziskanerorden“, so begann Generaloberin Sr. M. Theophila ihre Ausführungen zur franziskanischen Regel auf dem Mattenkapitel 2009, zu dem sich wieder viele Sternschwestern im Mutterhaus versammelt hatten. Der Begriff „Mattenkapitel“ geht zurück auf das Treffen der Brüder des heiligen Franziskus im Jahr 1221 bei Portiunkula, wo sie auf Strohmatten nächtigten. Das diesjährige Mattenkapitel der Sternschwestern traf auf den 13. Juni, das Fest des heiligen Antonius, der als einer der großen Heiligen des Franziskanerordens verehrt wird. So war es nahe liegend, dass Provinzoberin Sr. M. Esther nach der Begrüßung an die Vita des Heiligen erinnerte, bevor man sich mit dem Thema des Jahres befasste, mit der franziskanischen Regel.
Sr. M. Theophila berichtete von den Anfängen der Regel des heiligen Franziskus im Jahr 1209 und ihrer Weiterentwicklung durch die Jahrhunderte. Als letzte Norm galt stets das Evangelium, von dem her jede Regel ständig Vertiefung, Erweiterung und Korrektur erfahren muss. Nach dem II. Vatikanischen Konzil hat man sich wieder intensiver mit den franziskanischen Quellen beschäftigt und begonnen, die Konstitutionen und den Lebensstil nach dem ursprünglichen franziskanischen Charisma auszurichten. So wurde 1982, im 800. Geburtsjahr des heiligen Franz, eine neue Textfassung vom Papst bestätigt.
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