Heim des Armen Kindes in Mossorò

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1979 gründeten die Franziskanerinnen von Maria Stern M. Ellensint Scherzinger (Augsburg) und Schwester M. Ermelinda (Brasilien) das „Heim des Armen Kindes von Mossorò“. 1981 wurde die leibliche Schwester von M. Ellensint, Dr. M. Lukas Scherzinger, nach Jahren missionsärztlicher Tätigkeit, ebenfalls nach Mossoró versetzt. Anfänglich war das Hilfswerk für arme, verlassene Kinder bestimmt, doch in den folgenden Jahren wandte sich die Hilfe der Schwestern und ihrer immer zahlreicher werdenden Mitarbeiter auch anderen Notleidenden zu: armen Kranken, Behinderten, Hungernden und Obdachlosen. Um das Jahr 2000 waren es über 5.000 Menschen, die täglich Hilfe erfuhren.
Im Jahre 2006 musste die Zahl der Begünstigten aus finanziellen Gründen um zwei Drittel vermindert werden; die aus Deutschland kommenden Spenden in Euros waren in Brasilien nur noch die Hälfte wert, sodass ein großer Teil der Schulen und Kurse geschlossen werden musste.
Zur Zeit (2016) begünstigt das Hilfswerk täglich etwa 1.600 Kinder und Hunderte von erwachsenen Armen in Mossoró und andern Orten im Nordosten Brasiliens durch Schulen, Tagesheime, Werkstätten, Arztpraxis und Notunterkünfte; die Schwestern und ihre Mitarbeiter (angestellte und freiwillige) wirken auch an Orten und Häusern, die nicht dem “Heim” gehören: im Altenheim, in Krankenhäusern, Gefängnissen und in den Armenvierteln.

Schulen
Zum Tagesbeginn singen und beten die Kinder in der offenen überdachten Aula, hören eine kurze Besinnung und Einstimmung auf den Tag und gehen dann in ihre Klassenzimmer. Alle Kinder erhalten regelmäßig eine Mahlzeit. Wer zuhause kein Frühstück oder Mittagessen erhielt, darf dies vor dem Unterricht nachholen. Auch die Sorge um die Umwelt und der Tierschutz gehören zum Lernprogramm.

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Berufsbildende Kurse
Früh werden den armen Kindern und Jugendlichen Kurse für praktische Berufe angeboten, wie Schreinerei, Elektroinstallation, Motorrad-Mechanik, elektrisches Schweißen und Reparatur elektrischer Hausgeräten.

Tagesheime
In die Tagesheime kommen die Kinder aus den Armenvierteln (favelas). Die Kleinen bleiben tagsüber im Heim, wo sie – abgeschirmt von den Gefahren der Straße – langsam an ein gemeinsames Spielen und Lernen herangeführt werden. Die Größeren besuchen Schule und Kurse und helfen mit bei der Haus- und Gartenarbeit.

Fürsorge für kranke und alte Menschen
Schwester Dr. med. Lukas Scherzinger behandelt arme Patienten jeden Alters kostenlos in ihrer Armenpraxis und betreut ärztlich die Insassen im Altenheim. - Sie schenkt ihnen auch die notwendigen Medikamente.
Die Helferinnen vom Projekt Emmaus besuchen täglich die Armen in den Krankenhäusern der Stadt und versehen sie mit Unentbehrlichem (z.B. Wäsche, Luftmatratzen gegen Aufliegen, und Medikamenten), sowie Essen für die Familienangehörigen, die die Pflege übernehmen müssen. Es ist Hilfe in den schwersten Stunden des Lebens. Die Armen haben keine Sozialversicherung.

Hilfe für Ärmste durch Schenkung von Lebensmitteln, Kleidung und Herberge
Im Projekt St. Lukas besuchen die Mitarbeiterinnen täglich die Armenviertel und machen dort die Ärmsten ausfindig – welche dann regelmäßig mit Notwendigstem versorgt werden.

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Sorge für Behinderte
Im Projekt Santa Lidwina bekommen von ihren Angehörigen verlassene Behinderte die notwendige Zuwendung und Pflege. Es können dauernd Behinderte sein oder arme Leute, die durch einen Unfall oder Gewalt vorläufig unfähig wurden, für sich selbst zu sorgen.

Hilfe für Obdachlose
Im Projekt St. Bakhita erhalten mittellose Fremde und arbeitsunfähige Straßenbewohner Essen und Nachtquartier.

Besuch bei Gefangenen
Im Projekt St. Peter und Paul werden täglich die eine oder andere Gruppe der etwa 600 Gefangenen (in mehreren Gefängnissen) besucht. Das Evangelisierungs-Team des “Heims” singt und betet mit ihnen und bringt den von ihren Familien Verlassenen Notwendiges: ein Leintuch, kurze Hose, Seife, Medikamente. Auch bemüht es sich bei der Justiz, dass Gefangene, die ihre Strafe bereits abgebüßt haben und im Gefängnis “vergessen” wurden, endlich frei werden, oder dass Schwerkranken eine Behandlung ermöglicht wird.

Tierschutz
Beide deutsche Schwestern sorgen nach Möglichkeit auch für die Aufnahme, Behandlung und eventuell Adoption verlassener und leidender Tiere.

GEMEINSCHAFTSARBEIT
Die drei Schwestern arbeiten zusammen und beauftragen zahlreiche Mitarbeiter zu ihrer Mission – die nicht nur das materielle, sondern auch das geistliche Wohl der Armen zum Ziel hat. Sr. Lukas kümmert sich v.a. um die Kranken, und sorgt für die Ernährung aller Bedürftigen; auch macht sie die Korrespondenz mit den deutschen und brasilianischen Wohltätern. Sr. Ermelinda ist Rektorin der Schulen und arbeitet die Pläne für den Religionsunterricht aus. Sr. Ellensint besucht alle Stätten des Hilfswerks und sieht nach dem Rechten, sorgt für die Anstellung und Bezahlung notwendiger Mitarbeiter und ist mit ihrer Schwester für die Organisation und Gesamtleitung des Werks verantwortlich.

Wenn Sie mit Ihrem Gebet und Ihrer Spende helfen wollen: Die begünstigten Armen und die Schwestern danken es Ihnen.

Der Scherzinger-Verein hat sich ehrenamtlich der Aufgabe verpflichtet, die finanzielle Grundlage für das „Heim des Armen Kindes von Mossorò“ abzusichern. Seine Adresse:
Scherzinger Verein e.V.
Dr. Alfred Jung (Vorsitzender)
Oberer Stadtweg 54, 86391 Stadtbergen
Telefon: 0821 / 43 67 74, E-Mail: freddisch@gmx.de
Spendenkonto: Deutsche Bank Augsburg
IBAN DE 46 7207 0024 0073 2388 00, BIC DEUTDEDB720
Missionsprokura Kloster Maria Stern, zugunsten Mossorò
 


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